SE Trauma­the­ra­pie Prenz­lauer Berg

Mit der SE Trauma­the­ra­pie (Somatic Experi­en­cing) lernst du, wie du dich in Stress- und Angst­si­tua­tio­nen selbst regulie­ren kannst.

Für wen ist SE Trauma­the­ra­pie (Somatic Experi­en­cing) sinnvoll?

Hast du das Gefühl, dass dich seit deiner Kindheit eine Last beglei­tet, die du nicht recht in Worte fassen kannst? Eine Art grund­le­gen­des Leiden, das sich in nahezu allen Lebens­be­rei­chen bemerk­bar macht – in der Familie, im Freun­des­kreis und im Beruf?

Passiert es dir leicht, dass du durch Kleinig­kei­ten aus dem Gleich­ge­wicht kommst? Du fühlst dich plötz­lich von Anspan­nung, Angst, Hilflo­sig­keit oder starker Wut überwäl­tigt? Du denkst, dass das nur an dir selbst liegt und du dich noch mehr anstren­gen musst, damit du wieder die Kontrolle über dich bekommst? Fühlst du dich oft einsam und denkst, dass du allein damit bist? 

Dann könnte die SE Trauma­the­ra­pie (Somatic Experi­en­cing) eine hilfrei­che Unter­stüt­zung für dich sein.

Bindungs­t­rauma 

Wenn du die Fragen oben mit ja beant­wor­ten kannst, leidest du wahrschein­lich unter einem Trauma. Genauer gesagt unter einem Bindungs­t­rauma (auch Entwick­lungs­t­rauma genannt). In der Kindheit haben viele von uns nicht das von den Eltern oder Bezugs­per­so­nen bekom­men, was sie gebraucht hätten. Manche wurden sogar misshan­delt. Das führt dazu, dass wir schon als Kinder die Seiten von uns, die nicht willkom­men waren, abgespal­tet haben. Mit dieser Anpas­sung konnten wir die Bezie­hung zu unseren Eltern, die für Kinder lebens­wich­tig ist, sichern. 

Manche von uns gingen einen anderen Weg: sie haben sich inner­lich zurück­ge­zo­gen und sind erst gar keine tiefen Bezie­hun­gen mehr einge­gan­gen. So konnten sie wenigs­ten ein Stück innerer Freiheit retten, wofür sie freilich einen hohen Preis bezahlt haben. 

Notpro­gramme 

Beides sind Notpro­gramme, die wichtig waren, um unser Überle­ben zu sichern. Insofern waren sie richtig und sinnvoll. Das Problem ist jedoch, dass unser Nerven­sys­tem von der hohen Aktivie­rung, die es in der Notsi­tua­tion leisten musste, nicht mehr herun­ter kommt. 

Wir stecken weiter in den Kindheits­mus­tern fest, die wir für die damalige Not geschaf­fen hatten, obwohl heute gar keine Not mehr da ist. Unser Nerven­sys­tem ist wie beim Schockt­rauma weiter­hin hochak­ti­viert und wir spalten weiter­hin Seiten von uns ab, obwohl dazu heute keine Notwen­dig­keit mehr besteht. Wenn das der Fall ist, sprechen wir von Trauma. 

Doch wie kommen wir aus dieser Sackgasse heraus?

Zwei Schritte aus der Sackgasse

Aus meiner Sicht gibt es zwei Schritte, die dazu hilfreich sind: Der erste ist, dass wir unser Nerven­sys­tem kennen lernen. Dass wir lernen, es zu verste­hen und dass wir etwas tun können, um es wieer in sein natür­li­ches und der jewei­li­gen Situa­tion angemes­se­nes Schwin­gen zu bringen.

Der zweite Schritt besteht darin, neue und heilsame Erfah­run­gen im Kontakt mit anderen Menschen zu machen. Dazu müssen wir eigent­lich nur reali­sie­ren, dass es keinen Grund mehr gibt, noch immer das Notpro­gramm von damals zu aktivie­ren. Denn wir sind heute nicht mehr abhän­gig von (einzel­nen) anderen Menschen. Wir können uns ihnen ganz zeigen und im vollen Kontakt mit ihnen sein, ohne etwas schlim­mes dabei befürch­ten zu müssen. 

SE Trauma­the­ra­pie (Somatic Experiencing)

Bei beiden Schrit­ten kann ich dich unter­stüt­zen. Wir arbei­ten mit dem Nerven­sys­tem und lernen, es zu verste­hen. Wir suchen einen Gegen­pol zur Hilflo­sig­keit und Angst, spüren deine Ressour­cen auf und bringen dein System wieder sanft in Bewegung. Dabei machst du die wertvolle Erfah­rung, dass du dich immer besser selbst regulie­ren kannst.

Du erlebst ein Gefühl von Kompe­tenz und Selbst-Sicher­heit, das dir die Kraft gibt, dich in deinen Bezie­hun­gen zu anderen Menschen ganz zu zeigen und dich ganz auf sie einzu­las­sen. Die Erfah­rung, dass du so angenom­men wirst, wie du bist, gibt dir den Mut, deinen Weg weiter zu gehen. Du wächst mit jeder neuen zwischen­mensch­li­chen Begeg­nung und wirst immer mehr du selbst.

Hinweis

Derzeit bin ich noch im letzten Drittel der Ausbil­dung zum Somatic Experi­en­cing Practi­tio­ner. Diese werde ich im Dezem­ber 2022 abschließen.